Bettlaken rutscht vom Topper – so löst man das Problem dauerhaft

Wer sich einen Matratzentopper gekauft hat, wollte mehr Komfort. Was viele nicht vorher wissen: Mit dem Topper kommt oft ein neues Problem. Das Laken rutscht jetzt regelmäßig – nicht unbedingt mehr als vorher, aber anders. Und die Lösungen die beim normalen Bett funktioniert hätten, greifen hier oft nicht.

Das liegt an der Schichtung. Beim Topper liegt nicht mehr eine Lage zwischen Lattenrost und Laken, sondern zwei. Und beide können sich unabhängig voneinander bewegen.

Was beim Topper-Bett wirklich passiert

Ein Matratzentopper liegt lose auf der Matratze. Er hat meistens keine eigenen Eckgummis – oder wenn doch, dann oft sehr kurze die bei hohen Matratzen kaum unter die Gesamtkonstruktion reichen. Das bedeutet: Der Topper selbst kann sich auf der Matratze verschieben.

Wenn der Topper sich verschiebt, nimmt er das Laken mit. Das Laken liegt ja auf dem Topper, nicht auf der Matratze. Es spielt in diesem Fall keine Rolle wie gut das Laken auf dem Topper sitzt – wenn der Topper selbst wandert, wandert alles.

Das ist der erste wichtige Unterschied zum normalen Rutschproblem: Hier ist nicht das Laken das Problem, sondern die Schicht darunter.

Topper fixieren – der erste Schritt

Bevor man am Laken etwas ändert, lohnt es sich zu prüfen ob der Topper selbst fest sitzt. Das geht einfach: Topper ohne Laken auf die Matratze legen, mit beiden Händen leicht dagegen drücken oder daran ziehen. Wenn er sich merklich verschiebt, ist das die Hauptursache.

Eine Antirutschmatte zwischen Matratze und Topper – also nicht zwischen Topper und Laken – löst dieses Problem zuverlässig. Dieselben Gittermatten die man unter Teppiche legt, funktionieren hier gut. Zuschneidbar auf die richtige Größe, kaum wahrnehmbar beim Schlafen.

Das Laken auf dem Topper fixieren – der zweite Schritt

Wenn der Topper fixiert ist, bleibt noch die Frage wie das Laken auf dem Topper hält. Hier gelten dieselben Prinzipien wie beim normalen Bett – mit einer Besonderheit: Die Gesamthöhe aus Matratze und Topper zusammen bestimmt die nötige Einbautiefe des Lakens.

Wer eine 22 cm Matratze mit einem 7 cm Topper kombiniert, hat eine effektive Höhe von 29 cm. Ein Laken mit 20 cm Einbautiefe reicht dann nicht mehr. Der Gummi sitzt irgendwo an der Seite des Toppers – und gibt beim ersten Umdrehen nach.

Einfache Regel: Matratze plus Topper messen, dann ein Laken mit mindestens 5 cm mehr Einbautiefe wählen. Für das Beispiel oben also mindestens 34 cm Einbautiefe – was tatsächlich nach einem „Topper-Laken“ oder einem Laken für sehr hohe Matratzen verlangt.

Wenn beides nicht ausreicht

Wer Topper fixiert hat, das richtige Laken gekauft hat – und das Laken trotzdem noch wandert – hat meistens noch ein Materialthema. Topper-Oberflächen sind oft aus Visco, Latex oder Kaltschaum mit sehr glatter Oberfläche. Ein Jersey-Laken haftet darauf besser als Satin oder Perkal.

Als letzte Maßnahme helfen Spanngurte, die das Laken diagonal unter dem gesamten Konstrukt – Topper plus Matratze – halten. Die Clips greifen ins Laken, das Band läuft unter Topper und Matratze hindurch. Das funktioniert unabhängig von Einbautiefe, Gummizustand und Materialoberfläche.

Was man aus der Topper-Situation mitnehmen kann

Das Rutschproblem am Topper ist eigentlich zwei Probleme in einem: der Topper der auf der Matratze gleitet, und das Laken das auf dem Topper gleitet. Wer beide Schichten einzeln angeht – Topper fixieren, dann Laken passend wählen – hat das Problem meistens dauerhaft gelöst.

Einen Überblick über alle Hilfsmittel die dabei helfen können – von der Antirutschmatte bis zum Spanngurt – bietet der zentrale Lösungsartikel. Und wer verstehen möchte welche Laken für große Einbautiefen geeignet sind, liest den Artikel zu Spannbettlaken für hohe Matratzen.